RTX 2060 SUPER Testbericht

Nach einem Jahr Nutzung

Die normale Nvidia RTX 2060 ist schon eine leistungsstarke Grafikkarte. Mit ihr kann man viele Aufgaben von Gaming bis Videoschnitt bewältigen, also wieso gibt es eine Geforce RTX 2060 Super? Neben den 2GB mehr vRAM (GDDR6) hat die RTX SUPER noch mehr CUDA-Recheneinheiten und eine höhere Basistaktung als ihr Vorgänger. Preislich liegen die beiden Grafikkarten ungefähr 100€ auseinander. Je nach Anwendungsfall kann dieses Investment einem länger vor dem nächsten Upgrade bewahren.

Mein letztes Update war vor dem Kauf der RTX 2060 SUPER knapp 7 Jahre her. Meine alte GPU war eine Nvidia GTX 780 mit 3GB vRAM. Mit dieser Grafikkarte war Gaming in Full HD auf mittel-hoch in ~40FPS und das Schneiden von Videos in Full HD, animieren von HD Grafiken und Arbeiten in Photoshop 2020 kein Problem. Natürlich war die Karte in den letzten Jahren nicht mehr die stärkste, aber bis auf Animationen in 2D oder 3D war die GPU eigentlich ein treuer Begleiter mit keinerlei Ausfällen.

Warum also ein Upgrade? Die Antwort für mich waren mein 4K Fernseher und Red Dead Redemption 2. Für beide Aufgaben war die alte GTX Grafikkarte einfach nicht vorbereitet. Ein nettes Gimmick: RTX. Die normale RTX 2060 von Nvidia ist natürlich auch Raytracing fähig, sonst würde sie nicht das “R” im Namen tragen. Die RTX 2060 Super fühlt sich jedoch wesentlich mehr nach dem technischen Fortschritt an, für den man sich eine mittel teure Grafikkarte in seinen PC baut. Natürlich gibt es mehrere Modelle von der neuen “RTX SUPER”-Reihe, aber für mich fühlte sich die RTX 2060 von der Preis-/Leistung am besten an. Als kleiner Überblick zu den 3 verschiedenen Modellen habe ich eine Vergleichstabelle der 20er RTX SUPER Grafikkarten gebaut.

Nvidia RTX 20er SUPER GPU im Vergleich

NVIDIA 20er RTX SUPER VergleichRTX 2060 SuperRTX 2070 SuperRTX 2080 Super
Ø Bewertung
GPU ModellGigabyte GeForce Rtx 2060 Super WindforceGigabyte GeForce Rtx 2070 Super WindforceKFA2 GeForce RTX 2080 Super
Boost Takt1.650 MHz1.770 MHz1.845 MHz
GPU Takt1.470 MHz1.605 MHz1.650 MHz
RAM8GB
GDDR6
8 GB
GDDR6
8GB
GDDR6
Ø Stromverbrauch175W215W250W
4k Grafikkarte++ ++++++
Preisab 400€ab 525€ab 730€

Was für mich als langwieriger Nvidia Interessent als erstes bei diesen Modellen herausstach waren die gleichgroßen vRAM Werte. Traditionell haben die kleineren Modelle meist nur halb so viel Grafikspeicher wie die größte Variante der Modellreihe. Nicht so bei den RTX SUPER Modellen. Jede Grafikkarte ist mit 8GB GDDR6 ausgestattet. Außerdem gibt es dieses mal (noch?) keine RTX 2080S Ti. Vielleicht merken die ersten hier schon, wieso ich das “billigste” Modell genommen habe. Für mich ist einer der wichtigsten Werte bei einer Grafikkarte die Größe des Grafikspeichers. Sicherlich wird die RTX 2080 Super nochmal mehr Power haben als meine 2060, aber brauche ich diese Grafikpower? Meines Erachtens nicht. Zumindest nicht für einen Aufpreis von rund 300€. So viel zu meinem Gedankengang bei der Kaufentscheidung, doch welche Zahlen liefert die neue Karte? Hat sich das Upgrade gelohnt?

Hier ein kleiner Überblick der Daten: Die GTX 780 von 2013 hat aktuell einen ungefähren Wert von 250€ und ist laut Statistik auf Platz 66 von über 600 Grafikkarten. Die RTX 2060S von 2019 ist mit etwas mehr als 400€ rund 90% schneller und landet im Vergleich auf Platz 21. Gerade bei den Spielen GTA V und The Witcher 3 merkt man eine Steigerung der Framerate von über 100-150%. Natürlich versucht Nvidia mit diesen Angeboten dem Konkurrenten AMD und der RX 5700 und RX 5700 XT gerecht zu werden. Das gelingt bei der RX 5700 besser als bei der RX 5700 XT. Die genauen Unterschiede der beiden AMD Grafikkarten findest du hier im Vergleich.

Fazit

Für meine tägliche Arbeit am PC macht meine neue RTX einiges her. Ich möchte sie seit dem Kauf nicht missen, auch wenn die 400€ in den ersten Wochen etwas weh getan haben. Auf lange Sicht bin ich allerdings sehr zufrieden mit dieser Grafikkarte und würde sie jedem mit mittelgroßen Budget empfehlen. Wenn ihr 1-3 Full HD Bildschirme nutzt, ist diese Grafikkarte allen Aufgaben gewachsen. Auch für 4k Gaming kann man die RTX 2060S mehr oder weniger empfehlen. Auf den höchsten Einstellungen wird man wahrscheinlich eher mit 35-50 FPS spielen müssen. Wer 60 FPS aufwärts braucht, muss wohl zu einer RTX 2080S greifen oder nicht alles auf “Ultra” schalten. Für Photoshop & Schnittprogramme sollte man ähnliche Ergebnisse erwarten. Heißt: Wenn man mit 4k Videomaterial arbeitet könnte es bei der 2060S vielleicht etwas eng werden. Die genauen Renderzeiten im Vergleich gibt es höchstwahrscheinlich schon auf YouTube.